Teil eines Werkes 
3Der Tiger von Tanger : historischer Roman : 3. Th. (1858)
Entstehung
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Ja. »Bei Lord Lisle?«

»Ja, ich habe ihn erſt bei meiner Rückkehr nach Eng⸗ land abgelegt.«

»Sir,« rief Murray mit lauter Stimme und indem er mit plötzlicher und unerhörter Energie auf die Thür zeigte, »verlaſſet augenblicklich mein Haus!«

»Sir, ſagte Kirke mit furchtbarer Ruhe,werdet Ihr Euch deutlicher erklären?«

»Ich erkläre nichts. Ich ſage. Ihr ſollt mein Haus ver⸗ laſſen, um es nicht länger durch die Gegenwart eines Men⸗ ſchen wie Ihr, eines bluttriefenden, ſchändlichen, nichtswür⸗ digen Abenteurers zu beſudeln!«

»Ha! rief Kirke, indem er mit der Hand nach der Seite fuhr,»ha, Fluch über mich, ich habe meinen Degen nicht!«

»Er würde Euch nichts gegen die Lakaien nützen, die Euch mit Schimpf und Schande hinauswerfen werden, wenn Ihr nicht von ſelbſt gehet. Entfernt Euch. Und wenn ich Euch nicht feſtnehmen laſſe, ſo geſchieht es, weil ich nicht die kin⸗ diſche Dummheit begehen will, dem Oberrichter Jeffreys einen ſeiner Mitſchuldigen in die Hände zu liefern. Entfernet Euch!«

Kirke zuckte keine Miene. Nur ſein Auge ließ gleich dem des Tigers, der vor den Jägern zurückweicht, einen furchtba⸗ ren Blick auf die Zeugen ſeiner Schmach fallen. Ohne ein Wort zu ſprechen, ohne durch eine einzige Geberde die Wuth zu verrathen, welche in ihm kochte, entfernte er ſich ruhig, ſtolz und würdevoll.