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Der alte Puritaner näherte ſich ſeiner Tochter und faßte ſie zärtlich bei der Hand.
»Lucy, mein Kind,“ ſagte er zu ihr in einem Tone, in welchem die Thränen des Herzens zitterten,„die Stunde des Opfers iſt da; bitte Gott, daß er Dich aufrecht erhalte bis ans Ende und vergiß niemals den erhabenen Zweck, welchen dieſes Opfer hat. Komm, meine Tochter.«
Ein Diener trat in dieſem Augenblicke in den Salon
und überreichte Sir Charles Murray einen Brief. »Du wirſt mir ihn ſpäter geben, mein Freund,« ſagte der Greis.
»Die Ueberbringerin wartet. Sie ſagt, es ſey von der höchſten Wichtigkeit, daß Ihr dieſen Brief ſogleich leſet und zwar noch ehe Ihr das Haus verlaſſet.«
»Vielleicht iſt er von Henry,« dachte Lucy, welche ihrem Vater zuflüſterte:»Leſet ihn, o ich bitte Euch, leſet ihn!«
Murray erbrach das Siegel und las die folgenden Zeilen:— „»Wenn Ihr nicht noch heute Abend vor Verzweiflung ſterben, wenn Ihr nicht noch im Jenſeits ewig ein Verbrechen beweinen wollt, welches Ihr im Begriffe ſteht zu begehen, ohne es zu wiſſen, ſo laßt mich noch dieſen Augenblick einige Worte unter vier Augen mit Euch ſprechen, um Euch zu
retten. Suſanne.“«
„Suſanne? Wer iſt denn dieſe Suſanne?« murmelte
Sir Charles Murray.
„Geht, mein Vater, geht,« ſagte Lucy, welche eine unbeſtimmte Hoffnung in ſich aufdämmern fuͤhlte, leiſe zu ihm.


