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»Aber ſo ſprecht doch, Suſanne, ſo ſprecht doch!«
»Sobald Monmouth mit ſeiner auseinandergeſprengten Streitmacht beſiegt ſeyn wird, will man, in welchem Winkel Englands Lady Lisle ſich auch befinden mag, flüchtige Rebellen zu ihr ſchicken. Sie iſt gut und mitleidig— ſie wird ihnen eine Zufluchtsſtätte gewähren. Das iſt es, worauf man war⸗ tet. Man wird ſie feſtnehmen und ſie wird, des Hochverraths überführt, mit dem Leben büßen. Zweifelt Ihr vielleicht im⸗ mer noch?«
»O Dank, Suſanne! meine gute, ſchöne, theure Su⸗ ſanne!«
»Dies iſt noch nicht Alles, Henry. Wenn Ihr in den Reihen der königlichen Truppen nicht tapfer genug kämpft, wenn Ihr trotz der Weigerung des Königs darauf beharret, Euch mit Miß Lucy zu vermälen—«
»Ihr wißt alſo, was ſo eben in Whitehall geſchehen iſt?«
»Ich wußte, daß es geſchehen würde— aber laßt mich ausreden. Wenn Ihr dem König ungehorſam ſeyd, ſo wird man dies eurer Mutter zum Verbrechen anrechnen und ſie wird dann für Euch Rede ſtehen müſſen.— Nun ſeyd Ihr gewarnt, Henry.— Ihr ſehet wohl, daß ich Grund dazu hatte, zu ſagen, daß es Euch leicht ſeyn würde, alle dieſe Machinatio⸗ nen zu vereiteln. Das nächſte Mal, wo Ihr mich wieder be⸗ ſucht, werde ich Euch noch andere Dinge ſagen. Es iſt jetzt ſieben Uhr, euer Gemüth iſt nun etwas ruhiger, wir wollen unſeren Imbiß einnehmen.«
»Es iſt ſieben Uhr! Dann erlaubt, daß ich mich von Euch verabſchiede. Es muß durchaus geſchehen.«
»Was, jetzt ſchon?«
»Ja, ich ſage Euch, es muß durchaus geſchehen.«
Der Tiger von Tanger. III. 4


