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Henry drückte ſeiner Mutter die Hand, und begab ſich auf ſein Zimmer.
Hier zog er die verſchiedenen Beſtandtheile ſeiner Uni⸗ form einen nach dem andern aus und warf ſie mit dumpfem Zorne auf Tiſche und Stühle.
»Verwünſchte Uniform!« murmelte er,„wahre Sela⸗ venlivré! Alſo, wenn ein Menſch Dich trägt, ſo muß er unter deinem kalten Druck dem Klopfen ſeines Herzens Schweigen gebieten! Er kann nicht mehr die Genoſſin ſeines Lebens wäh⸗ len, und wenn er ſie, ehe er Dich angelegt, gewählt hat, ſo zwingſt Du ihn, ſobald er Dich anzieht, ſie wieder zu verſto⸗ ßen. Nein, das darf nicht geſchehen. Nein, es kann nicht ge⸗ ſchehen— lieber will ich Dich weit, weit von mir hinwegwer⸗ fen, elendes Kleid!«
Indem Henry dieſe Worte ſprach, ſchleuderte er ſein Büffelkoller verächtlich auf den Fußboden. Ein Brief fiel her⸗ aus auf den Teppich.
»Ah, dieſen Brief hatte ich ja ganz vergeſſen!« ſagte Henry, indem er ihn aufhob.»Von wem kann er ſeyn, und was will man von mir?«
Er erbrach das Siegel, öffnete das Blatt und las Fol⸗ gendes: 1
»Wenn der Lieutenant Henry Lisle Vertrauen zu einem armen jungen Mädchen hat, welches er am letztvergangenen I. Februar vor Whitehall von der Grauſamkeit Jeffreys' zu retten ſuchte, wenn er andererſeits es nicht verſchmäht, ge⸗ wiſſe Intriguen kennen zu lernen, in welche er und Mylady Lisle, ſeine Mutter, eben ſo wie der Lord Oberrichter, Chif⸗ finch und Kirke verwickelt ſind, ſo möge er die Güte haben,


