Teil eines Werkes 
3Der Tiger von Tanger : historischer Roman : 3. Th. (1858)
Entstehung
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verlaſſend, hatte ich dem Herzog von Monmouth und ſeinen Anhängern die Zuſendung einer Summe von ſechstauſend Pfund Sterling verſprechen zu können geglaubt. Ich habe aber nichts empfangen und folglich auch nichts abſenden können. Der Herzog hat dieſen Ausfall dadurch gedeckt, daß er ſeine und Lady Henriette Wentworth's Juwelen verpfändet hat. Ich weiß nicht, Sir Charles, was Ihr von einer ſolchen Expedi⸗ tion denket, deren Anführer genöthigt ſind, zu dergleichen Auskunftsmitteln ihre Zuflucht zu nehmen. Was mich betrifft. ſo habe ich keine gute Meinung davon, denn ohne Geld gibt es keine Soldaten und ohne Soldaten gibt es keinen Sieg. Und wenn man dennoch bedenkt, daß alle dieſe Befürchtungen ſich zerſtreuen, daß alle dieſe Gefahren verſchwinden würden,

wenn Ihr wolltet! Wenn man bedenkt, daß ein einziges Wort

von Euch, Sir Charles, uns eine Armee geben kann, welche mehre hunderttauſend Pfund Sterling nicht zu ſchaffen ver⸗ möchten! Und dieſes Wort, o Ihr werdet es ſprechen, Sir Charles!“

„Es wird niemals über meine Lippen kommen!“ rief der alte Puritaner;„nein, niemals! Genug davon! Brechen wir ab!«

„Ha, was ſehe ich!« rief der Schwärmer mit plotzlicher Heftigkeit und ergreifendem Pathos.»Wie viele Todte liegen auf den Gefilden! Wie roth iſt überall die Erde! Und dieſe Bäche, dieſe Flüſſe, iſt es denn nicht Waſſer, was in ihrem Bett fließt? Nein, es iſt Blut! Ihr alle, o meine muthigen Freunde, ſeyd unter den Kugeln der Lämmer des wilden Percy Kirke gefallen. Erhebt Euch von dem blutgetränkten Boden, auf welchen Ihr in die Bruſt getroffen hingeſtreckt worden; ich habe ein Geheimniß, ſchwarz wie die Hölle,