Teil eines Werkes 
1Der Tiger von Tanger : historischer Roman : 1. Th. (1858)
Entstehung
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ſchenken. Sein blutiger Tod wird bald dem ganzen König⸗ reiche beweiſen, daß Jeder, welcher ſich weigert, Chiffinch Gehör zu ſchenken, von Jeffreys zermalmt wird.«

So wie der Page ſeine ſtrafbaren fluchwürdigen Pläne entwickelte, verzog ſich das Geſicht des Oberrichters immer mehr zu einem grauſamen Lächeln der Zufriedenheit und voll⸗ ſtändigen Bewilligung.

Ja, Chiffinch, Du haſt Recht! rief er mit widerlich cyniſchem Ausdruck.Seyen wir kühn beim Angriff auf unſer Wild und ſorgfältig beim Ausweiden! Für mich das Fleiſch und Blut, für Dich die Haut des Schlachtopfers. Wehe dem nichtswürdigen Puritaner, der heuchleriſchen Schönheit, welche unſere Freuden tadelt oder ſich weigert, ſich mit zu uns zu ge⸗ ſellen! England wird unſer Eigenthum! Wir werden die eigentlichen Monarchen des Königreichs ſeyn. Des Hochverraths ſchuldig iſt Jeder oder Jede, die unſern Wünſchen ein Hinder⸗ niß in den Weg legt oder unſere Handlungsweiſe tadelt. We⸗ der Alter noch Geſchlecht ſollen vor unſeren Augen Gnade fin⸗ den! Um der Verachtung auszuweichen, Chiffinch, müſſen wir einen ſo wahnſinnigen Schrecken einflößen, daß Niemand unſern Namen zu nennen wagt.

Recht ſo, Mylord; das nenneich gutgeſprochen!« ſagte der Page;»jetzt ans Werk. Die Augenblicke ſind koſtbar. Eilt, den Herzog von York aufzuſuchen.

Der Oberrichter von King's Bench ließ ſich dies nicht zweimal ſagen.

Heute Abend in der Taverne»zur rothen Kuh,« lieber Chiffinch, ſagte er, indem er ſich entfernte.

Ja, heute Abend in der Taverne»zur rothen Kuh,« wiederholte der Page.