Teil eines Werkes 
1Der Tiger von Tanger : historischer Roman : 1. Th. (1858)
Entstehung
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ich Euch noch glauben; aber Euch hinter den Staat zu ſtecken, das heißt gegen meinen Scharfſinn eine grenzenloſe Verachtung an den Tag legen. Eben ſo gut könntet Ihr mich gleich einen Dummkopf oder einen Puritaner nennen.

Beruhigt Euch, mein lieber aufbrauſender Chiffinch, ſagte Jeffreys immer verlegener werdend.

Na, zum Teufel, es kommt ja blos auf Euch an. Un⸗ terzeichnet mir den Befehl zur Freilaſſung eurer ſchönen Ge⸗ fangenen, damit ich mich ohne Zeitverluſt nach Bridewell be⸗ geben kann.

Da würdet Ihr einen vergeblichen Weg machen, Chiffinch.«

Tauſend Donnerwetter, warum denn?« fragte der Page in drohendem Tone.

Weil Suſanne nicht in Bridewell iſt.

Ha! Und wo iſt ſie denn, das ſchöne Kind?«

Hier, Chiffinch.«

Schon?« ſagte der Unverſchämte in ärgerlichem Tone. Doch gleichviel, ich will ſie ſehen und ich werde ſie ſehen!«

Gut, aber unter einer Bedingung.

Unter welcher Bedingung, Mylord?«

Daß Ihr weder Liſt noch Gewalt anwendet, um Su⸗ ſannen mit Euch hinwegzuführen, daß Ihr ſie, wenn ſie einwilligt, Euch freiwillig zu folgen, ſie verborgen haltet, ohne ihr zu erlauben, ein einziges Mal auszugehen oder ſich auch nur an das Fenſter zu ſtellen, bis ich dieſes Verbot aufhebe.«

Dieſen Handel gehe ich ein!« rief Chiffinch;»ohne Groll, Mylord.

Der Tiger von Tanger. I.

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