Teil eines Werkes 
1Der Tiger von Tanger : historischer Roman : 1. Th. (1858)
Entstehung
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Dich ganz ruhig deine Schlinge legen und dein Wild mit aller Bequemlichkeit fallen laſſen, aber Du wirſt dies nicht vergeſſen. Bei unſerer nächſten Znſammenkunft wird die Reihe der Ernte an mir ſeyn. Glücklicher Birch! Ich bin überzeugt, daß dieſer Abend Dir wenigſtens fünfhundert Guineen einbringen wird. Ich kenne Mathew Salers; er iſt ein Mann, der ſich ſehr gut ſteht und der nicht lange mäkelt. Jetzt aber, mein Freund, noch einen guten Rath. Laß Dir nicht einfallen, vor Ablauf einer Woche Jeffreys wieder vor die Augen zu kommen. Du weißt, daß er, wenn er wieder nüchtern iſt wegen des in un⸗ ſerer Geſellſchaft genoſſenen Vergnügens Groll gegen uns hegt und uns ſeine Vertraulichkeit theuer bezahlen läßt. Wenn man ihm die Freilaſſungsurkunde, die er heute Abend unterſchrie⸗ ben, vorlegt, wird er vor Wuth ſchäumen. Wehe Dir, wenn Du ihm dann in die Hände fällſt! Glaube mir, daß es für Dich das Beſte ſeyn wird, Dich auf einige Zeit von London zu entfernen. Ich werde Dich benachrichtigen, wann wir wie⸗ der eine Zuſammenkunft haben. Sobald unſer Werwolf ein⸗ mal wieder das Glas in der Hand hat, iſt er nicht mehr zu fürchten, beim Anſtoßen werdet Ihr Euch wieder miteinander ausſöhnen.«

An der Thür der Taverne näherte ſich einer der dienſt⸗ thuenden Kellner dem Advocaten Birch und ſchlug ihn leicht auf die Schulter.

„Sehd Ihr mit eurem gehorſamen Diener zufrieden?« fragte er ihn mit kriechender Vertraulichkeit.»Ich habe eure Befehle getreulich ausgeführt. Die vor Euch ſtehenden Fla⸗ ſchen Portwein enthielten kaum zum vierten Theil wirklichen Wein. Das Uebrige war eine Miſchung von mit Fruchtſyrup gefärbtem Waſſer. Auch habt Ihr eure ganze Kaltblütigkeit

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