Teil eines Werkes 
1Der Tiger von Tanger : historischer Roman : 1. Th. (1858)
Entstehung
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befriedigen zu können? Ach, ich ſehe ſchon, Ihr wißt nicht was der König vor kaum acht Tagen im Parlament ſagte.“«

„Und was ſagte denn der König?«

„Er ſagte: Dieſer Mann beſitzt weder Wiſſenſchaft, noch Verſtand, noch Manieren, dagegen aber mehr Unverſchämt⸗ heit als zehn Straßendirnen! Ja, das ſagte Se. Majeſtät und gleichzeitig lachte ſie über einen gewiſſen Beamten, wel⸗ cher gezwungen worden, vor dem Unterhauſe niederzu⸗ knien.“

„Schweig, Elenderl“ heulte Jeffreys, indem er ſich wieder gegen den Irländer wendete, wie um ihn zu ſchlagen.

„O,“« hob dieſer an,»ich ſage dies ja durchaus nicht, um Euch zu erzürnen, Mylord! Im Gegentheile. Ich möchte Euch ſobald als möglich wieder in die Gunſt des Königs auf⸗ genommen, über alle eure Feinde triumphiren und ganz be⸗ ſonders vor eurem Tribunal jenen verhaßten Whig Sir Char⸗ les Murray ſehen, auf deſſen Antrag das Unterhaus Euch dieſe ſchimpfliche Buße zuerkannte.“

„Bei allen Furien der Hölle!« murmelte IJeffreys, indem er eine wüthende Geberde machte,»ich kann es kaum erwarten, dieſen unverſchämten Halunken an einem feſten Strick zwiſchen Himmel und Erde baumeln zu ſehen!«

„Mit dem Strick, der mich erwürgt,« rief Fitzgerald, »erwürgt Ihr auch eure Zukunft. Ihr ſeyd ein Dummkopf!«

Der Oberrichter warf einen letzten und unverſöhnli⸗ chen Blick auf den Irländer und verließ den„ſteinernen Schrank.«

Was den Verurtheilten betraf, ſo ſtieß er einen heiſern Ruf der Verzweiflung aus und ließ ſeinen Kopf auf die feuch⸗ ten Steinplatten niederſinken, welche ihm als Kopfkiſſen dien- ten. Er fühlte ſich unwiderruflich verloren.