Teil eines Werkes 
1Der Tiger von Tanger : historischer Roman : 1. Th. (1858)
Entstehung
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ters die Strafe empfangen haben, welche ihrer fluchwürdigen Miſſethat gebührt!« glaubt Ihr, ſage ich, daß Carl der Zweite, trotz ſeines Leichtſinns und ſeiner Apathie, nicht bis in das innerſte Herz hinein von Freude erfüllt werden würde? Wohlan, Mylord, dieſes Verſprechen könnt Ihr geben, denn ich mache mich anheiſchig, es zu erfüllen.«

»Du verlangſt alſo, zum Henker bei verſchloſſenen Thü⸗ ren ernannt zu werden? Du biſt ſehr ehrgeizig, Fitzgerald! König Carl der Zweite, mußt Du wiſſen, würde dem Gelin⸗ gen dieſes ſchönen Planes nicht einmal eine Vergnügungspar⸗ rie opfern. Meine Ernennung zu dem hohen Poſten eines Lordkanzlers iſt daher die unſicherſte, die es geben kann. Haſt Du nichts weiter hinzuzufügen?«

Bei dieſer Frage, welche Jeffreys im Tone ſpöttiſcher Gleichgiltigkeit an ihn richtete, fühlte der Verurtheilte die Hoffnung beinahe in ſeiner Bruſt erlöſchen. Dennoch aber wehrte er ſich gegen ſein Unglück und beſchloß zu kämpfen bis ans Ende.

»Mylord,« hob er wieder an,„ich theile eure An⸗ ſchauungsweiſe nicht. Gleichviel aber. Vielleicht gewinne ich Euch doch noch fuͤr meine Anſicht, denn ich habe noch nicht Alles geſagt.⸗

»Wirklich! Welch eine glänzende Phantaſie hat die Na⸗ tur Dir zum Geſchenk gemacht! Sprich nur weiter, lieber Teufelsſohn, ſprich weiter.«

„Patrick O'Brien,« fuhr der Irländer fort,„hat mir das Mittel gegeben, ohne irgend welchen Verdacht zu erwe⸗ cken, bis in das Herz der Partei des Herzogs von Monmouth zu dringen. Ich kann dieſen Fürſten veranlaſſen, einen nicht wieder gut zu machenden Fehler zu begehen, eine Landung in England zu verſuchen, und bald werden er und alle jene