fühlte, die Unterhaltung wieder anzuknüpfen. Als er es that, geſchah es— ſey es nun, daß er fürchtete, durch die Heftig⸗ keit ſeiner Schmähreden zu verrathen, wie tief er ſich getrof⸗ fen fühlte, ſey es, daß er einen augenblicklich combinirten Plan verfolgte— mit leutſeliger Miene.
»Beim Bacchus,“ ſagte er,„Freund Fitzgerald, Du haſt mir viel Spaß gemacht. Deine Eitelkeit hat Dich in die Schlinge geführt, welche ich Dir gelegt hatte. Ich wollte Dich zwingen, Dich ſo zu zeigen, wie Du wirklich biſt. Und in der That, es iſt mir mehr als gelungen. Jetzt kenne ich Dich, als ob ich das Unglück, oder das langweilige Vergnügen gehabt hätte, zwanzig Jahre in deiner vertrauten Freund⸗ ſchaft zu leben. Du gleichſt allen deinen Landsleuten. Du biſt ſchwatzhaft, ſtolz, großſprecheriſch und eitel. Wenn ich vielleicht einen Augenblick lang mit dem Gedanken umgegangen bin, deine Dienſte anzunehmen, ſo ſey verſichert, daß jetzt dieſer Gedanke fern von mir iſt. Ein Kerl wie Du hat nur ſo lange Werth, als er geſchmeidig, kriechend, knechtiſch und hingeben⸗ der Selave iſt. Du aber, mit deiner ſo ſehr am unrechten Orte angebrachten Eigenliebe, deiner lächerlichen Empfind⸗ lichkeit, deinen abgeſchmackten Anmaßungen, Du würdeſt noch unerträglicher ſeyn, als Du mir jemals nützlich werden könn⸗ teſt. Ja, ich geſtehe es, ich haſſe Lord Lisle; noch lieber aber als das Vergnügen, welches mir ſein Tod verurſachen würde, iſt mir der Zeitvertreib, den deine Hinrichtung mir verſchaf⸗ fen wird. Armer, armer Fitzgerald, welch ein trauriges und ſchmerzliches Erwachen wird auf deinen ſchönen Traum fol⸗ gen! Anſtatt Freiheit und Leben findeſt Du den Galgen!⸗
Während Jeffreys ſo ſprach, lächelte der Verurtheilte ſpöttiſch, aber dieſes Lächeln hätte etwas Gezwungenes. Fitz⸗ gerald begann in der That an ſeinem Triumphe zu zweifeln. *


