Teil eines Werkes 
1Der Tiger von Tanger : historischer Roman : 1. Th. (1858)
Entstehung
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In der erſten Reihe der Zuſchauer bemerkte man Hutchins.

Die Sicherheit, welche der Angeklagte am Tage vorher kundgegeben, hatte endlich doch Zweifel in dem Gemüth des Arztes erweckt und er war nahe daran, ſeinen Vorſchuß von fünf⸗ undzwanzig Guineen als ein ziemliches Wageſtück zu betrachten.

Seine Unruhe dauerte indeß nicht lange. Kaum befand ſich Fitzgerald dem Oberrichter Jeffreys gegenüber, ſo redete dieſer ihn mit einer unerhörten Heftigkeit und Brutalität an, geſtattete ihm nicht, ſich weiter zu erklären oder zu vertheidi⸗ gen, ſondern befahl, weil der Verbrecher ja auf friſcher That ertappt worden ſey, den Geſchwornen, ſich ſofort zurückzuzie⸗ hen um zu berathen.

Fünf Minuten waren kaum verfloſſen, ſo ſprach der Vormann der Jury in nachdrücklichem Tone das Wort„Schul⸗ dig« aus, und der Angeklagte hörte ſich zum Tode verur⸗ theilen.

Nach Newgate zurückgebracht, wurde Fitzgerald, deſſen unerſchütterliche Kaltblütigkeit ſich keinen einzigen Augenblick verleugnet, in den fürchterlichſten Kerker des Gefängniſſes geſperrt.

Dieſer Kerker, eine unterirdiſche enge Zelle, hieß— und niemals war ein Name beſſer gewählt— der»ſteinerne Schrank.« Er diente den zur Todesſtrafe Verurtheilten, welche man als gefährlich betrachtete, zum letzten Aſyl.

Wenn es einem unſichtbaren Zuſchauer vergönnt gewe⸗ ſen wäre, dem Todeskampfe des Gefangenen beizuwohnen, ſo wäre er von Erſtaunen über den Anblick der Veränderung ergriffen worden, welche ſeit ſeiner Entfernung aus dem Ge⸗ richtshofe in ihm vorgegangen war.

Die ſtolze, verächtliche Gleichgiltigkeit, welche er ſo