Teil eines Werkes 
1Der Tiger von Tanger : historischer Roman : 1. Th. (1858)
Entstehung
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er ſich weislich von Roſe entfernt hielt;den Willkommen oder die Ceremonie!«

»Ja wohl, den Willkommen oder die Ceremonie!« heul⸗ ten die Gefangenen. Unter der Ceremonie verſtand man das Durchprügeln des Unglücklichen, dem ſeine Armuth oder ſein Geiz nicht geſtatteten, ſeine Mitgefangenen bei ſeiner Ankunft mit Branntwein zu tractiren.

Bei dem gewaltigen Geſchrei ſeiner Cameraden glaubte Roſe, er würde, wenn er ſich nochmals einmiſchte, Gefahr laufen, auf nutzloſe Weiſe ſeine Autorität zu compromittiren und entfernte ſich daher.

Was Fitzgerald betraf, welcher begriff, daß jeder Wi⸗

derſtand unmöglich ſey, ſo verſchränkte er die Arme, zuckte leicht die Schultern und ſprach mit verächtlich emporgezoge⸗ nem Munde nichts weiter als das Wort:

»Halunken!«

Die Verworfenſten unter den Verworfenen, ſelbſt die, welche kein menſchliches Gefühl mehr zu beſitzen ſcheinen, be⸗ wundern immer noch den Muth.

Das Uebermaß ſeiner Keckheit war es auch in der That, was den Irländer rettete. Eine Art Herkules, welchem Roſe ſo eben ein paar Worte in's Ohr geflüſtert, kam auf ihn zu. Dieſer Mann mit langem ſchwarzen Barte, unheimlichen Zuͤgen und zerlumpter Kleidung legte ihm vertraulich die Hand auf die Schulter und ſagte in rauhem Tone zu ihm:

»Mein wackerer Camerad, wenn man wie Du der Ge⸗ fahr ſo ſtolz ins Antlitz ſchaut, dann kann man kein elender Geizhals ſeyn. Was hält Dich ab, dem gerechten Verlangen der Geſellſchaft zu entſprechen?«

Die Armuth.«

nie