Teil eines Werkes 
2. Bd. (1857)
Entstehung
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„Du haſt Recht, Etienne, aber ich weiß nicht, warum ich, da ich doch ſo eben den Muth hatte, durch dieſen großen, garſtigen Wald zu gehen, und da ich jetzt ganz ruhig ſein ſollte, weil Du bei mir biſt, ich weiß nicht, warum ich dennoch vor Angſt zittere.“

„Was iſt Dir denn zugeſtoßen? Komm her und erzähl es mir,“ ſagte Etienne, indem er ſeine Frau küßte.

Agnelette erzählte jetzt ihrem Manne, wie ſie auf dem Rückweg von Vez nach Preciamont von einem Wolf angefallen worden war, wie Thibault ſie aus den Klauen des Thieres geriſſen, und was ſich dann zwiſchen ihm und ihr zugetragen hatte.

Engoulevent hörte ſie mit der größten Aufmerk⸗ ſamkeit an.

„Höre,“ ſagte er dann,„ich will Dich zur Groß⸗ mutter heimbegleiten und dann euch beide recht ſorg⸗ fältig einſchließen, damit kein Unglück geſchieht; her⸗ nach will ich ſchnell zu Herrn Jean zurückreiten und ihm den Ort anzeigen, wo Thibault ſich aufhält.“

„O nein, nein!“ rief Agnelette;„Du müßteſt ja durch den Wald, und es könnte Dir Etwas zu⸗ ſtoßen.“

„Ich werde einen Umweg machen,“ ſagte Etienne, „und durch die Thäler von Coyolles und von Walue gehen.“

Agnelette ſchüttelte ſeufzend den Kopf, beſtand aber nicht weiter auf ihrem Verlangen. Sie wußte, daß ſie in dieſem Punkt Nichts über Engoulevent vermochte, und überdies gedachte ſie ihre Bitten zu erneuern, wenn ſie einmal zu Hauſe wäre.