Teil eines Werkes 
2. Bd. (1857)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

ge⸗ nd

115

Haidekraut ſammelte, ſtieß im Gebüſch auf den dro⸗ henden Rachen eines Wolfes mit weißen, ſpitzen Zähnen, und wurde von ihm fortgetragen oder zer⸗ riſſen, wenn er ſich nicht zufällig durch ſeinen Muth und ſeine gute Hippe rettete.

Die Wölfe, denen menſchlicher Verſtand zu Hilfe kam, waren vermöge ihrer Organiſation und Dis⸗ ciplin furchtbarer geworden, als eine Horde Lanz⸗ knechte, die über ein erobertes Land herſallen.

Der Schrecken war allgemein; Niemand wagte mehr unbewaffnet ſeine Stadt oder ſein Dorf zu verlaſſen; man fütterte das Vieh in den Ställen, und wenn hie Leute ausgingen, ſo warteten ſie auf einander, um anſehnliche Maſſen zu bilden.

Der Biſchof von Soiſſons verordnete öffentliche Gebete um Thauwetter, denn man ſchrieb dieſe un⸗ gewohnte Wildheit der Wölfe dem maſſenhaften Schnee zu.

Man ſagte freilich auch, dieſe Wölfe werden von einem Menſchen aufgereizt, angeleitet und angeführt; dieſer Menſch ſei unermüdlicher, grauſamer und un⸗ erbittlicher als die Wölfe ſelbſt; er nähre ſich, gleich ſeinen Kameraden, von zuckendem Fleiſch und ſaufe Blut.

Das Volk bezeichnete und nannte Thibault.

Der Biſchof ſchleuderte den Bannſtrahl über den ehemaligen Holzſchuhmacher.

Herr Jean ſeinerſeits behauptete, die Blitze der Kirche vermögen nur dann Etwas gegen die böſen Geiſter, wenn ſie tüchtige Hetzjagden in ihrem Ge⸗ folge haben.

Er betrübte ſich allerdings ein wenig über ſo