Teil eines Werkes 
1. Bd. (1856)
Entstehung
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„Kommt her, Frau, ſchauet, was unſer Freund Thibault uns bringt, und ſaget ihm Euren Dank. Das nenne ich einmal ſein Wort halten. Er ver⸗ ſprach uns einen Korbvoll Wildpret aus ſeinem Ge⸗ häge, und nun ſchickt er einen Wagenvoll. Reich' ihm die Hand, gib ihm ſchnell einen Kuß und ſchau mir das alles an.“

Madame Magloire gehorchte den Befehlen ihres Gatten mit der größten Bereitwilligkeit, reichte Thi⸗ bault die Hand, ließ ſich von ihm küſſen und ſenkte dann ihre ſchönen Augen auf dieſe Victualienſamm⸗ lung, welche die Bewunderung ihres Mannes aus⸗ machte.

Und dieſe Sammlung, die ihren gewöhnlichen Mahlzeiten eine ſo angenehme Zugabe brachte, war in der That bewunderungswürdig.

Zuerſt und als Hauptſtücke kamen Kopf und Keule von einem Wildſchwein, mit feſtem und ſafti⸗ gem Fleiſch; ſodann eine ſchöne dreijährige Rehgeiß, die ſo zart ſein mußte, wie der Thau, welcher geſtern noch auf dem Gras geperlt, das ſie abweidete; hier⸗ auf Haſen mit dicken, fleiſchigen Schlegeln, echte Haidehaſen von Gondreville, bei Thymian und Quen⸗ del großgewachſen; endlich ſo duftige Faſanen, ſo delikate Rothhühner, daß man, wenn ſie einmal am Spieß ſteckten, über dem Wohlgeruch ihres Fleiſches die Pracht ihres Gefieders vergaß.

Nun verſchlang die Einbildungskraft des dicken Kleinen alles das zum Voraus, ſie bereitete das Wildſchwein als Carbonade, die Rehgeiß mit pikan⸗ ter Sauce, die Haſen als Paſteten, die Faſanen mit Trüffeln, die Rothhühner à la Vaupalière, und das