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denn Du haſt hienieden Niemand geliebt, Niemand hat Dich geliebt, und wenn Du in Deine Bruſt greifſt, iſt es nur Dein Herz, welches mein Dolch durchbohren wird. Meiſter Courtin, Du wirſt vor Deinem Richter erſcheinen; noch einmal, befſiehl' ihm Deine Seele.“ 3
„Und reichen mir einige Minuten dazu hin? Für einen Schuldigen wie ich bedarf es Jahre, damit die Buße im Verhältniß zu der Sünde ſei. Sie ſind fromm, Jean Oullier, und darum werden Sie mir das Leben laſſen, damit ich es anwende, meine Fehler zu beweinen.“
„Nein, nein; das Leben würde Dir zu nichts dienen, als um neue zu begehen; der Tod wird die Sühne ſein! Du fürchteſt ihn? Wirf Deine Beängſtigungen zu den Füßen des Herrn, und er wird Dich in ſeiner Barmherzigkeit aufnehmen. Meiſter Courtin, die Zeit vergeht, und ſo wahr als er über den Geſtirnen thront, wirſt Du in zehn Minuten vor ihm ſtehen.“
„Zehn Minuten, mein Gott! zehn Minuten! O! Mitleid! Mitleid!“
„Die Zeit, welche Du zu unnützen Bitten an⸗ wendeſt, iſt verloren für Deine Seele. Denke daran, Courtin, denke daran!“
Courtin gab keine Antwort; ſeine Hand hatte ſich auf eine Ruderſtange gelegt und ein Hoffnungs⸗ ſtrahl ſchoß ihm durch das Gehirn.
Er ergriff ſachte das Ruder, ſtand dann plötzlich auf und führte einen fürchterlichen Schlag gegen den Vendéer. Dieſer wandte den Kopf rechts und wich ihm geſchickt aus. Die Stange ſiel auf die


