Teil eines Werkes 
4. Bd. (1858)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

LIV.

Wo das Schaf, in der Meinung, zum Stall zurückzukehren, in eine Wolfsfalle geräth.

Es war Markttag und der Zufluß der Land⸗ leute beträchtlich auf den Straßen und den Kais von Nantes. Im Augenblick, da Michel am Pont Rouſſeau ankam, war der Weg buchſtäblich ver⸗ ſperrt von einer compacten Linie ſchwerer, mit Ge⸗ treide beladener Wägen, Karren voll von Hülſen⸗ früchten, Pferden, Mauleſeln, Bauern, Bäuerinnen, alle in ihren Säcken, in ihren Körben, in ihren Packſätteln, in ihren Blechgeſchirren mit Lebensmit⸗ teln, welche ſie zur Verproviantirung der Stadt herbeibrachten.

Michels Ungeduld war ſo lebhaft, daß er nicht zögerte, ſich in dieſes Gewühl hineinzuwagen; aber im Augenblick, da er ſein Pferd antrieb, bemerkte er nach der ihm entgegengeſetzten Seite auswei⸗ chend ein Mädchen, ein Mädchen, deſſen Anblick ihn zum Beben brachte.

Sie war wie die andern Bäuerinnen mit einem roth⸗ und blaugeſtreiften Rock und einem Kaputz⸗ mäntelchen von Indienne bekleidet. Auf dem Kopfe trug ſie eine Haube mit ganz gewöhnlichen herun⸗

1*