Teil eines Werkes 
3. Bd. (1858)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

230

ſtrecke und zu Ihnen ſpreche: laſſen Sie mich hoffen, das Recht erwerben zu können, Sie zu lieben wie ein Bruder ſeine Schweſter liebt.

Erſt als der Brief zuſammengelegt und geſiegelt war, dachte Michel an die Mittel, das Schreiben, worauf er ſeine ganze Hoffnung ſetzte, in Bertha's Hände gelangen zu laſſen.

Man durfte nicht daran denken, eine Perſon in Nantes damit zu beauftragen; es ſchien zu gefähr⸗ lich entweder für den Boten, wenn er treu war, oder zu gefährlich für den, welcher den Boten ab⸗ fertigte, wenn der Bote es nicht war. Michel konnte nur wieder auf das Land zurückkehren, in der Um⸗ gegend von Machecoul einen Bauern aufſuchen, auf deſſen Diſcretion er rechnen durfte, und im Walde die Antwort abwarten, welche über ſeine Zukunft entſcheiden ſollte.

Bei dieſem Entſchluß blieb der junge Mann ſtehen; er verwandte den Reſt des Abends zu ver⸗ ſchiedenen Ankäufen, die er noch zu machen hatte, ſchloß alle dieſe Gegenſtände in ein Felleiſen ein und ſchritt am nächſten Morgen zur Anſchaffung eines Pferdes, das ihm nothwendig war, wenn er, wie er ſich Hoffnung machte, den von ihm begonnenen Feldzug fortſetzen ſollte.

Am Morgen gegen neun Uhr machte ſich Michel in der That, einen vortrefflichen Normannen zwiſchen den Beinen und ein Felleiſen auf deſſen Kreuze, fertig, ins Land Retz zuruͤckzukehren.

9300 65

ÿ.ͤ