auf eine umgeſtürzte Pferdekrippe, die am innern Thor des Meiereihofs als Bank diente.
Hier hatte er Muße, ſeine Betrachtungen fort⸗ zuſetzen, denn wenn auch der Strohhaufen ſich nicht mehr rührte, ſo kam es Michel doch vor, als ſei in der dichteſten Maſſe deſſelben eine Oeffnung gemacht und ſehe er in dieſem leeren Raum etwas leuchten, das Jean Oulliers Auge ſein müſſe.
Nun war aber nicht zu hoffen, das Auge dieſes neuen Hofhundes zu täuſchen.
Glücklicherweiſe, haben wir geſagt, war das Nach⸗ denken für Michel beſonders vortheilhaft.
Es handelte ſich um Auffindung eines Vorwands, Bouloeuvre auf eine ſchickliche Weiſe zu verlaſſen.
Dieſen Vorwand ſuchte Michel noch, als die er⸗ ſten Strahlen des Tages, ſich am Horizont ankün⸗ digend, das Strohdach der Meierei vergoldeten und mit ſeinen Opal⸗Reflexen die viereckigen Scheiben ihrer ſchmalen Fenſter färbten.
Allmälig regte ſich das Leben um Michel; man hörte die Ochſen nach ihrem Futter brüllen; die Schafe, ungeduldig, aufs Feld zu gehen, blöckten, ihre grauen Mäuler durch die Gitterlücken ihres Stalles ſteckend; das Huhn ſtieg von ſeiner Stange herab und ſtreckte ſich gluckſend in dem Dünger, welcher den Boden bedeckte, aus; die Tauben kamen aus ihrem Schlag und flogen nach dem Dach, um dort ihr ewiges Liebeslied zu girren, während die Enten, proſaiſcher, in einer langen Linie vor dem Karrenthor angereiht, die Luft mit ihren mißlau⸗ tenden Tönen erfüllten, Tönen aller Wahrſchein⸗ lichkeit nach dazu beſtimmt, ihr Erſtaunen auszudrücken,


