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und es wäre beinahe ein Verbrechen, von einer Ritterlichkeit Nutzen zu ziehen, welche der geſunde Verſtand verurtheilt. Beſprechen wir alſo nicht län⸗ ger eine Sache, die abgemacht und vielleicht gut ab⸗ gemacht iſt. Beten wir zu Gott, daß er mich in einer beſſern Zeit und unter beſſern Verhältniſſen wieder zu Ihnen ſende, und denken wir nur an die Abreiſe.“
Ohne Zweifel erkannten die Cdelleute die Noth⸗ wendigkeit dieſer Entſchließung, obgleich ſie ſo wenig mit ihren Gefühlen harmonirte, denn als ſie ſahen, daß die Herzogin dabei ſtehen zu bleiben ſchien, gaben ſie keine Antwort, ſondern wandten ſich blos ab, um ihre Thränen zu verbergen. 8
Der Marquis von Souday ſchritt allein im Zim⸗ mer auf und ab, mit einer Ungeduld, die er ſich zu verbergen keine Mühe gab.
„Ja,“ ſprach Petit⸗Pierre nach einigem Still⸗ ſchweigen und mit Bitterkeit weiter,„ja, die Einen haben gleich Pilatus geſagt: ich waſche meine Hände in Unſchuld⸗; und mein Herz, ſo ſtark gegen die Gefahr, ſo ſtark gegen den Tod, hat ſich gefügt, denn es könnte nicht mit kaltem Blute die Verant⸗ wortlichkeit für das Mißlingen betrachten und das nutzlos vergoſſene Blut, welches die Andern zum Voraus auf mein Haupt legen.“
„Das Blut, das für den Glauben fließt, iſt nie verlorenes Blut,“ ertönte eine Stimme aus der Ecke des Kamins,„hat Gott geſagt, und ſo gering der iſt, der hier redet, ſo fürchtet er ſich doch nicht, es nach Gott zu wiederholen. Jeder Menſch, der glaubt und ſtirbt, iſt ein Märtyrer, ſein Blut befruchtet Dumas, Wölfinnen von Machecoul. III.


