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Die Wittwe hatte zwei Lichter angezündet und betete bei dem Todten.
Als ſie die Thüre ſich in den Angeln drehen hörte, erhob ſie ſich.
„Wittwe Paſcal,“ ſprach Jean Oullier zu ihr, ohne weder ſeine Laſt, noch Petit⸗Pierre's Hand los zu laſſen,„ich habe Euch dieſe Nacht an dem Geisſteige das Leben gerettet.“
Die Wittwe betrachtete ihn mit Erſtaunen und wie ihre Erinnerungen zurückrufend.
„Ihr glaubt mir nicht?“
„Doch, Jean, ich glaube Euch; ich weiß, Ihr ſeid nicht der Mann, eine Lüge zu ſagen, wäre es ſelbſt um Euer Leben damit zu retten; überdieß habe ich den Schuß gehört und habe meine Beſorg⸗ niß wegen der Hand, die ihn gethan hat.“
„Wittwe Paſcal, wollt Ihr auf einen Zug Eu⸗ ren Mann rächen und Euch ein Vermögen machen? ich bringe Euch die Mittel dazu.“
„Wie ſo?“ fragte die Wittwe.
„Hier ſind,“ fuhr Jean Oullier fort,„die Frau Herzogin von Berry und der Herr Graf von Bon⸗ neville, welche beide vor Ermattung und Hunger geſtorben ſein würden, wäre ich nicht gekommen, Euch für dieſelben um ein Aſyl zu bitten. Da ſind ſie.“
Die Wittwe ſchaute ſie erſtaunt, aber mit ſicht⸗ barer Rührung an.
„ Dieſer Kopf, den Ihr ſeht,“ ſprach Jean Oul⸗ lier weiter,„iſt ſein Gewicht in Gold werth. Ihr
könnt ihn ausliefern, wenn es Euch gut dünkt, und


