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werde mich beſtreben, dem Vertrauen, womit man mich beehrt hat, zu entſprechen.“
Petit⸗Pierre, der ſtillſchweigend ſeinen Platz mit⸗ ten unter der kleinen Gruppe einnahm, war der Meinung, es ſei jetzt die rechte Zeit, ſich ins Mittel zu legen.
„Ei,“ ſprach er,„ſoll die Sorge für die Sicher⸗ heit eines armen kleinen Bauern zur Fackel der Zwietracht werden zwiſchen den edelſten Kämpfern für die Sache, von der Sie ſo eben geſprochen ha⸗ ben? Ich ſehe wohl, daß es nöthig iſt, meine Mei⸗ nung abzugeben, denn wir haben keine Zeit mit⸗ unnützen Discuſſionen zu verlieren; aber ich wün⸗ ſche vor allem, meine Freunde,“ fuhr Petit⸗Pierre mit einer Stimme voll Liebe und Ergebenbeit fort, „ich wünſche vor Allem Sie um Verzeihung wegen des Incognito's zu bitten, welches ich bei Ihnen bewahren zu müſſen glaubte und welches nur einen Zweck hatte, Ihre offenſten Gedanken, Ihre wahr⸗ hafteſte Meinung kennen zu lernen, ohne daß man vorauszuſetzen verſucht war, Sie haben ſich nur ge⸗ fällig gegen Das erzeigen wollen, was, wie man weiß, mein eifrigſtes Verlangen iſt; nun, da Petit⸗ Pierre hinlänglich unterrichtet iſt, wird die Regentin ihren Rath abgeben; aber inzwiſchen trennen wir uns; das geringſte Lager wird für mich ausreichen, um den Reſt der Nacht hinzubringen, und der Graf von Bonneville, der die Gegend vollkommen kennt, wird dieſes Lager für mich wohl zu finden wiſſen.“
„Aber wann werden wir zu directer Verhand⸗ lung mit Ihrer Königlichen Hoheit zugelaſſen wer⸗ den?“ fragte Paſcal, ſich vor Petit⸗Pierre verbeugend.


