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Freunde nicht abzuwenden gewußt hatte, ſeine Au⸗ gen mit Thränen.
So dachte er, weit entfernt, bei dem Knall die⸗ ſer Schüſſe ſeinen Schritt zu verkürzen, nur daran, ſeine Geſchwindigkeit zu verdoppeln; vom Geſchwind⸗ ſchritt ging er zum Schnelllauf über und langte bald bei den erſten Bäumen des Waldes von Machecoul an.
Hier warf er ſich, anſtatt der Straße zu folgen, welche ſeine Ankunft um einige Minuten ver⸗ zögerte, auf einen Fußpfad, welchen er mehr als einmal in derſelben Abſicht, ſeinen Weg zu verkür⸗ zen, eingeſchlagen hatte.
Unter dem dunkeln Gewölbe der Bäume, von Zeit zu Zeit in einen Graben fallend, an einem Stein ſich ſtoßend, an eeinem Buſch anprallend, ſo dicht war die Finſterniß, ſo ſchmal der Pfad, ge⸗ langte er endlich in das ſogenannte Teufelsthal.
Er überſchritt den Bach, der in der Tiefe da⸗ hin fließt, als ein Mann, plötzlich hinter einem Ginſterbuſch hervorſtürzend, ſich auf ihn warf und ihn ſo heftig packte, daß er ihn rückwärts in das ſchlammige Bett des Baches riß, worauf er ihm den kalten Lauf einer Piſtole an die Schläfe ſetzte.
„Nicht einen Laut, nicht ein Wort, oder Du biſt des Todes!“ ſagte er zu ihm.
Dieſe für den jungen Mann ſchreckliche Lage verlängerte ſich bis zu einer Minute, die ihm ein Jahrhundert ſchien.
Der Mann hatte ihn zu Boden geworfen, ihm ein Knie auf die Bruſt geſetzt und blieb ſelbſt un⸗ beweglich, wie wenn er Jemand erwartete. Dumas, Wölfinnen von Machecoul. II. 6


