Teil eines Werkes 
2. Bd. (1858)
Entstehung
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XXV.

Wo die Liebe politiſche Anſichten denen verleiht, welche dergleichen nicht haben.

Wir verließen den jungen Baron Michel auf dem Punkte, einen wichtigen Enſchluß zu faſſen.

Nur hatte er in dem Augenblick, da er denſel⸗ ben faßte, Schritte auf dem Corridor gehört.

Er hatte ſich dann auf ſein Bett geworfen, mit geſchloſſenem Auge, aber offenem Ohre.

Jene Schritte waren an ſeiner Thüre vorüber und gleich darauf wieder zurückgegangen, ohne da⸗ ſelbſt anzuhalten.

Es waren nicht die Schritte ſeiner Mutter; es war nicht ſeine Perſon, dem ſie galten.

er junge Baron öffnete die Augen wieder, nahm eine halbvertikale Lage an und begann auf ſeinem Bette ſitzend zu überlegen.

Die Ueberlegung war ernſter Natur.

Er mußte entweder mit ſeiner Mutter brechen, deren geringſter Wunſch für ihn Geſetz war, auf ie ehrgeizigen Gedanken verzichten, welche ſie für ihren Sohn hegte, und welche für Augenblicke auch auf die ſchwankende Einbildungskraft des jungen Barons nicht ohne verführeriſche Wirkung geblieben waren; er mußte den Auszeichnungen Lebewohl ſagen, wo⸗ mit das Juli⸗Königthum gegen den jungen Millio⸗ när nicht karg ſich zu zeigen verſprochen hatte, in ein verwegenes Unternehmen ſich ſtürzen, welches unzweifelhaft blutig ſein, Verbannung, Güterconſis⸗ kation, den Tod im Gefolge haben konnte und doch,