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Thomas Tinguy ſtieg in's Waſſer, rechts und links von einem Huſaren flankirt.
„Wahrhaftig, Thomas,“ ſprach Jean Qullier zu ihm mit leiſer, eindringlicher Stimme,„an Deiner Stelle würde ich etwas fürchten, es möchte nämlich das Geſpenſt meines Vaters vor mir aufſteigen, darum daß ich das Blut ſeines beſten Freundes gegen einen elenden Gurt, um deſſen Losſchnallung es ſich handelt, auf die Wagſchale gelegt habe.“
Der Jäger fuhr mit der Hand nach der in Schweiß gebadeten Stirne und machte das Zeichen des Kreuzes.
In dieſem Augenblick waren die drei Reiter mitten im Fluß angekommen, aber die Strömung hatte ſie ein wenig von einander getrennt.
Auf einmal lieferte ein lautes Geräuſch, begleitet von einem Aufſpritzen des Waſſers den Beweis, daß Jean Oullier vor dem armen bretagniſchen Soldaten nicht vergeblich das verehrte Bild deſſen, pelcer ihm das Leben gegeben, heraufbeſchworen atte.
Der General täuſchte ſich nicht einen Augenblick bütr die Urſache des Geräuſches, das er gehört
atte.
„Der Gefangene entwiſcht!“ rief er mit Donner⸗ ſtimme.„Zündet die Fackeln an und vertheilt Euch am Ufer, und Feuer auf ihn, wenn er ſich zeigt.“
„Was Dich betrifft,“ ſetzte er gegen Thomas Tinguy gewendet hinzu, der zwei Schritte von ihm ſich aufſtellte, ohne nur einen Augenblick einen Flucht⸗ verſuch gemacht zu haben,„was Dich betrifft, ſo wirſt Du nicht mehr weit gehen.“


