daß ich mir ganz allein herausgeholfen habe,“ ant⸗ wortete der alte Soldat.
Dann den Kopf ſchüttelnd, ſagte er:
„Mein Herr, merken Sie ſich das wohl: in ei⸗ nem Bürgerkrieg iſt alles unnütz vergoſſene Blut mehr als ein Verbrechen, es iſt ein Fehler.“
Eine Ordonnanz gallopirte in den Hof.
„General,“ ſprach der Officier,„die Inſurgenten fliehen nach allen Seiten, die Jäger kommen an; ſoll man dieſelben verfolgen?“
„Niemand rühre ſich,“ antwortete der General, „laßt die Nationalgarde machen, das ſind Freunde; ſie werden ſich unter einander verſtändigen.“
Wirklich verkündigte eine zweite Salve, daß die Bauern und die Nationalgarden ſich verſtändigten.
Dieß war das doppelte Geknall, welches zu La Logerie Baron Michel gehört hatte.
„Ah!“ fuhr der General fort,„jetzt handelt es ſich ganz einfach darum, dieſen traurigen Tag vor⸗ theilhaft zu benutzen.“
Dann auf Jean Oullier deutend:
„Wir haben nur einen möglichen Glücksfall für uns, nämlich daß dieſer Mann allein um das Ge⸗ heimniß wüßte: hat er, Gendarme, ſeitdem Sie ihn verhafteten, irgend Jemand ſich mitgetheilt?“
„Nein, General, nicht durch ein Zeichen, ſofern ihm die Hände gebunden ſind.“
„Haben Sie ihn eine Geberde mit dem Kopf machen, ein Wort ſprechen ſehen? Sie wiſſen, bei den Schelmen hier genügt eine Geberde, ein Wort ſagt alles.“
„Nein, General.“


