Teil eines Werkes 
1. Bd. (1858)
Entstehung
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und hatte ſchon damals die Gewohnheit, welche Gott mir erhalten möge, nur zu ſchwatzen, wenn mein Intereſſe es zu thun gebot. Jetz, rechneſt Du die Dienſte für nichts, welche Deine Partei von mir erwarten könnte, wenn mein Intereſſe mich an Euren Bord brächte? 2,

Meiſter Courtin, antwortete Jean Dullier, die Stirne runzelnd,ich habe keinen Einfluß auf die Entſchlüſſe des Herrn Marquis von Souday, aber hätte ich ihn, ſo klein er auch ſein möchte, ſo würde jene Meierei nie an die Familie gelangen, und geſchähe dieß auch, nie dazu dienen, den Ver⸗ rath zu bezahlen.

Große Worte, das iſt Alles! bemerkte Courtin.

Nein, ſo arm die Fräulein von Souday ſind, ſo möchte ich doch für ſie niemals den jungen Mann, von dem Ihr redet; ſo reich dieſer junge Mann ſein mag und trüge er auch einen andern Namen, als den ſeinigen, nie ſollte Mademoiſelle de Souday die Verbindung mit ihm durch eine

Niederträchtigkeit erkaufen. 4

Du nennſt das eine Niederträchtigkeit; ich ſehe darin nichts als ein gutes Geſchäft.

Für Euch, möglich; aber für Diejenigen, deren Diener ich bin, hieße eine Verbindung mit Herrn Michel durch einen Accord mit Euch erkaufen noch ſchlimmer als eine Niederträchtigkeit, es wäre eine Infamie.

Jean Oullier, nehmt Euch in Acht; ich will ein guter Narr bleiben, ohne mich allzuſehr wegen der Aufſchrift zu beunruhigen, die Du an meine Säcke machſt, ich bin zu Dir mit guten Abſichten gekommen,