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„Es geht Euch gut, Alain, mein Junge?“ fragte er, ſich an den Schenkwirth wendend.
„Wie Ihr ſeht,“ antwortete dieſer, ohne nur den Kopf ſeinerſeits zu drehen.
Courtin konnte leicht bemerken, daß er von der Geſellſchaft nicht mit beſonderem Wohlwollen auf⸗ genommen wurde, aber er war nicht der Mann, um ſich durch eine ſolche Kleinigkeit außer Faſſung bringen zu laſſen.
„Nun, Marie⸗Jeanne,“ ſagte er,„gib mir einen Schemel, daß ich mich zu Deinem Oheim ſetze.“
„Es iſt keiner da, Meiſter Courtin,“ antwortete das Mädchen,„Ihr habt, Gott ſei Dank, ziemlich gute Augen, um das zu ſehen.“
„Nun, ſo ſoll mir Dein Oheim den ſeinigen ge⸗ ben,“ fuhr Courtin mit kecker Vertraulichkeit fort, obgleich er im Grunde durch die Haltung des Fbrateeths und ſeiner Gäſte ſich wenig ermuntert ühlte.
„Wenn es abſolut ſein muß,“ brummte Alain Courtejoie,„ſo wird man Dir ihn geben, zumal man der Herr des Hauſes iſt und nicht geſagt werden ſoll, daß im„Stechpalmenzweig“ Einem, der ſich niederlaſſen wollte, ein Sitz verweigert worden ſei.“
„So gib mir ihn alſo, Deinen Sitz, wie Du ſagſt, ſchöner Redner, denn ich bemerke hier den⸗ jenigen, welchen ich ſuche.“
„Wen ſuchſt Du denn?“ fragte Alain, indem er aufſtand und ſich in demſelben Augenblick zwan⸗ zig Schemel angeboten ſah.
„Ich ſuche Jean Oullier,“ antwortete Courtin, „und ich denke, da iſt er.“


