Der Vicomte von Montgommery. 177
Angriffe abzubringen, auch ich werde mit Freuden auf meinen leichten Sieg verzichten, wenn ich bedenke, wie⸗ viel franzöſiſches Blut dadurch erſpart wird.“
„Ich danke Euch in meinem wie in ihrem Namen, Herr Herzog,“ verſetzte Gabriel.
Er nahm hierauf Abſchied von dem Balafré und begab ſich nach dem Schloſſe Noizai, wo er am Nach⸗ mittage des 15. März eintraf. Für den folgenden Tag war der Angriff auf Amboiſe feſtgeſetzt, und es war dem⸗ nach die höchſte Zeit, die Proteſtanten von ihrem ver⸗ derblichen Plane abzubringen.
Gabriel bot alles auf, um den Baron von Caſtel⸗ nau zu bewegen, das tollkühne Unternehmen aufzugeben; aber ſeine Bemühungen waren gänzlich erfolglos. Den⸗ noch blieb er die Nacht in Noizai, in der Hoffnung viel⸗ leicht am nächſten Morgen einen andern von den refor⸗ mirten Anführern zu überreden.
Mit Anbruch des Tages begannen die Proteſtanten in einzelnen Trupps anzukommen, aber Gabriel kannte nicht einen der Anführer, denn la Renaudie hatte ſagen laſſen, er werde durch den Wald von Chateau⸗Regnault nach Amboiſe marſchiren. Um eilf Uhr war alles zum Abmarſch bereit. Caſtelnau triumphirte.
„Nun,“ ſagte er zu Gabriel, dem er auf den Wällen
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