Der Vicomte von Montgommery. 173
zu dieſen. Ihr ſollt eine Abtheilung gegen die Rebellen commandiren.“
„Gegen die Rebellen? Unmöglich!“ ſagte Gabriel.
„Warum unmöglich? Ihr habt mich nicht daran gewöhnt dieſes Wort von Euch zu hören, Gabriel.“
„Gnädiger Herr,“ entgegnete dieſer,„ich bin ein Anhaͤnger der neuen Religion.“
„Wie? Ihr ſeid ein Hugenott?“ rief der Herzog.
„Und zwar aus voller Ueberzeugung,“ erwiederte Gabriel.„Ich glaube an die neuen Ideen und habe ihnen mein Herz geweiht.“
„Und ohne Zweifel auch zugleich Euren Degen?“ ſagte der Balafré in etwas gereiztem Tone.
„Nein, Herr Herzog,“ erwiederte Gabriel ernſt.
„Ihr wollt mir doch nicht glauben machen, daß Euch das Complot Eurer ſogenannten Brüder gegen den König unbekannt iſt und daß ſie auf die Beihuͤlfe eines ſo ta⸗ pfern Verbündeten, wie Ihr ſeid, gutwillig verzichten!“
„Dennoch muß ich Euch dies verſichern.“
„Dann werdet Ihr alſo ihnen untreu,“ verſetzte der Herzog,„denn Euer neuer Glaube läßt Euch nur die Wahl zwiſchen zwei Wortbrüchen.“
„O, was ſagt Ihr da, Herr Herzog!“ rief Gabriel im Tone des Vorwurfs.


