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Der Vicomte von Montgommery : historischer Roman / von Alexander Dumas. Dt. von Louis Fort
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30 Der Vicomte von Montgommery.

nier vereinigen und wie eine ungeheure Schneelawine über uns herfallen und dann uns in Belagerungszuſtand verſetzen. Der einzige Verſuch, der uns noch übrig bleibt, und der vielleicht einige Möglichkeit des Gelingens bietet, iſt, daß wir morgen einen verzweifelten Sturm auf das alte Schloß wagen.“

„Nein, Herr Herzog, durch ein ſolches Unternehmen würdet Ihr unſre ganze Armee der Vernichtung preis geben und es könnte ſowohl dem Ruhme Frankreichs als auch Eurem eigenen Rufe nur Schaden bringen.“

„Wer wüßte dies beſſer als ich!“ rief der Herzog.

Es entſtand hierauf eine lange Pauſe, die Gabriel abſichtlich nicht unterbrach. Er wollte dem Herzoge Zeit laſſen, mit ſeinem erfahrenen Auge alle die fürchterlichen Schwierigkeiten und Gefahren ſeiner Lage zu betrachten. Endlich ſagte er:

„Ich ſehe Euch in einer jener zweifelvollen Lagen, in die ſelbſt die größten Meiſter mitten in ihren großar⸗ tigen Werken zuweilen gerathen. Erlaubt mir indeß ein Wort. Ein ſo außerordentliches Genie und ein ſo voll⸗ endeter Feldherr wie der iſt, mit welchem ich die Ehre habe zu ſprechen, wird ſich gewiß nicht leichtſtnnig in ein Unternehmen von ſolcher Wichtigkeit eingelaſſen haben. Ihr habt ſicher ſchon in Paris alle möglichen Fälle zuvor