Der Vicomte von Montgommery. 25
zu den Belagerern außerhalb der Stadt begeben, haupt⸗ ſächlich um zu ſehen, wie es am Abend des 4. Januar mit dem Grafen von Ernies, Martin Guerre und ihren tapfern Recruten ſteht.
Gabriel ſaß mit geſenktem Haupte in einem Winkel ſeines Zeltes und ſchien in tiefes Nachdenken verſunken. Ihm zu Füßen ſaß Martin Guerre, mit einer Arbeit be⸗ ſchäftigt. Von Zeit zu Zeit erhob er die Augen und blickte ſeinen Herrn mit beſorgter Miene an; aber er wagte es nicht ihn in ſeinen ſtillen Betrachtungen zu ſtören.
Nicht weit von ihnen lag auf einer Art von Bett, das man aus mehreren Mänteln bereitet hatte, ein Ver⸗
wundeter, der kein anderer war als der unglückliche Ma⸗ lemort.
Am entgegengeſetzten Ende des Zeltes lag der fromme Lactantius auf den Knien und ließ im andächtigen Ge⸗ bete ſeinen Roſenkranz durch die Finger gleiten. Neben ihm erblicken wir Yoonnet, der, nachdem er zuvor ſeine Kleider ſorgfältig von allem Schmuz und Staub gerei⸗ nigt hat, mit den Augen eine weniger feuchte Stelle des Erdbodens ſucht, um ein wenig ausruhen zu können, denn die langen Nachtwachen und ſonſtigen Mühſeligkei⸗


