Der Vicomte von Montgommery. 19
darüber; Peter wurde ſogar ſo aufgebracht, daß er die Hand gegen ſeine Schweſter erhob, und er würde ſie in der erſten Aufwallung geſchlagen haben, wenn ihn Jean nicht zurückgehalten hätte. Der Wafefenſchmied bereute jedoch ſogleich ſeine Heftigkeit und bat Babetten deshalb um Verzeihung.
„Beruhige Dich, Schweſter,“ ſagte er dann zu ihr;
1 o darf ich nicht zürnen, Du haſt nur zu viel ſchon
gelitten! Beruhige Dich alſo und laß die Hoffnung nicht ſinken.“
„Was kann ich jetzt noch hoffen?“ entgegnete ſte.
„Wiederherſtellung Deiner Ehre allerdings nicht, aber wenigſtens Rache,“ verſetzte Peter mit gerunzelter Stirn.
„Und ich,“ flüſterte ihm Jean leiſe zu,„ich ſage Dir: Beides zugleich, Rache und Wiederherſtellung ihrer Ehre.“
Babette ſah ihren Vetter ſtaunend an; aber noch ehe ſie Zeit hatte ihn zu fragen, nahm Peter wieder das Wort:
„Noch einmal, meine gute Schweſter, verzeihe mir. Dein Fehltritt wird am Ende deshalb nicht ſtrafwürdiger weil Dich ein ſchändlicher Bube zweifach hintergangen hat. Ich habe Dich lieb, Babette, wie ich Dich ſtets lieb gehabt habe. Aber mein Zorn iſt deshalb noch nicht
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