Der Vicomte von Montgommery. 9
„Wollt Ihr nicht das Geld zählen, Meiſter?“ fragte der Bote.
„Dies iſt nicht nöthig,“ antwortete Jean.„Nehmt dies hier für Euch, Freund; auch will ich Euch etwas zu eſſen und zu trinken bringen laſſen.“
„Ich danke Euch für das Geld,“ entgegnete der Bote, obgleich er es nur ungern anzunehmen ſchien. „Eſſen und Trinken aber muß ich ablehnen, denn erſtens habe ich bereits in Nieullay gefrühſtückt, und dann hat mir auch der Gouverneur verboten, mich lange in der Stadt aufzuhalten.“
„In dieſem Falle wollen wir Euch nicht zurückhal⸗ ten,“ erwiederte Jean Peuquoy.„Lebt wohl. Sagt Martin Guerre... Doch nein, ihm haben wir nichts zu ſagen. Nur den Herrn Grafen von Exnies verſichert unſres Dankes, ſo wie daß wir uns des Fünften erin⸗ nern. Aber wir hofften auch, daß er ſich erinnern werde.“
„Gott behüte Euch!“ ſagte Gabriels Bote, indem er aufſtand.„Ich werde meinem Herrn alle Eure Worte getreulich wiederſagen.“
Peter verließ das Haus, ging durch die Straßen der Stadt und erreichte das Thor, das ihm bei Vorzei⸗ gung ſeines Paſſtrſcheines geöffnet wurde. Nachdem er ungefähr eine Stunde auf der Straße nach Paris zurück⸗


