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Sechsundvierzigſter Brief.
um 10 Uhr.
Eure Zelle leer! Euer Brief ganz mit Thränen be⸗ netzt! Euer letztes Lebewohl! 1 Ich komme eine halbe Sttunde zu ſpät.
Wenn aber das Gelübde noch nicht ausgeſprochen wäre! Mein Gott! mein Gott! gib mir die Kraft.
Oh! Taube, Taube, wenn ich deinen Flügel hätte, obgleich er gebrochen iſt!
Siebenundvierzigſter Brief.
(Bruchſtück von einem in den Archiven des Kloſters der Urſulinerinnen von Montalieu aufgefundenen Briefes, deſſen erſter Theil aber fehlt.)
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............. Bei Tagesanbruch ging ich von dem Dorfe Camons ab, wo er, wie mich Alles glauben ließ, geliebte Mutter in Gott, am Tage geweſen war.
Ich hatte die ganze Familie des armen verwundeten Zimmermanns befragt, und würde ihn nach der Beſchrei⸗


