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bet. Das Gebet iſt der grüne Hügel, auf den man ſich nach einem ermüdenden Marſch ſetzt, und wo man aus⸗ ruht. Das Gebet iſt der Bach, den man mitten in der Sandwüſte findet, und wo man ſich erfriſcht.
Ich habe die Kirche voll Kraft und Hoffnung ver⸗ laſſen. Mir war, als hätte Gott an meinen Schultern die Flügel von einigen ſeiner Engel befeſtigt: es war immer das Gebet, was mich von der Erde aufhob und zum Herrn emportrug.
Nicht wahr, o Herr, das iſt nur eine Prüfung? nicht wahr, o Herr, Du haſt mich nicht verdammt? nicht wahr, o Herr, er iſt am Ende des Wegs, deſſen erſte Strecke ich zurückgelegt habe?
Warte auf mich, Vielgeliebter, warte auf mich, denn früher oder ſpäter werde ich ankommen.
Ich habe Dich einen Augenblick verlaſſen, um mich mit der Stirne an das Gitter eines Fenſters anzulehnen, das nach dem Dorfe Bouſſenac geht. Dieſes Dorf liegt an meiner Straße und ich werde durch daſſelbe kommen, wenn mich nicht meine Taube davon abbringt. Ein trau⸗ rig heulender Hund, der ohne Zweifel in einem Gehölze, das ich zu meiner Rechten erblickte, verirrt war, machte der Erde einen ſchwarzen Flecken. Ich ſagte zu mir: Wenn der Hund zu heulen aufhört, ſo wird das ein gu⸗ tes Zeichen ſein, und ich werde ihn finden.
Der Hund ſchwieg.
Wie abergläubiſch iſt man, wenn man leidet, ar⸗ mer Wellebter meines Herzens! Weißt Du das? leideſt Du?—
Mein Gott! welch eine ſchöͤne Nacht! Ich ſage mir, Du ſteheſt vielleicht an einem Fenſter, wie ich an dem meinigen ſtehe, Du ſchaueſt Deinerſeits, wie ich meinerſeits ſchaue, Du denkeſt an Gott und an mich, wie ich an Dich und an Gott denke.
Haſt Du den ſchoͤnen Stern geſehen, der den Himmel


