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Fenſter. Man ſollte glauben, die arme Kleine begreife, von welcher Wichtigkeit es für uns Beide iſt, daß ſie die ganze Macht ihres Flügels wiederfindet.
Morgen! morgen! morgen!
Ich werde ein ſehr kurzes Billet ſchreiben, um ſie nicht mit einer unnützen Bürde zu beladen. Nur vier Worte, die Dir aber Alles ſagen ſoll.
Morgen, mein Vielgeliebter! ich will die Nacht in Gebeten zubringen. Ich werde es nicht einmal verſuchen, zu ſchlafen, das wäre völlig vergebens. Mein Gott! was machſt Du, vermutheſt Du nur, wie ſehr ich Dich liebe, und wie ſehr ich leide 2
Einunddreißigſter Brief.
Am 6. Juli.
Der Tag bricht an, mein Geliebter; ich habe, wie ich Dir geſagt, nicht eine Sekunde das Auge geſchloſſen und die Nacht in Gebeten zugebracht. Ich hoffe, Gott wird mich erhoͤrt haben, und Du wirſt heute erfahren, wo ich bin, daß ich frei bin, und daß ich Dich er⸗ warte.
Die Taube iſt ſo ungeduldig als ich; ſie ſchlägt mit ihrem Schnabel und mit ihren Flügeln an die Fenſter⸗ ſcheiben. Man wird dir das Fenſter öͤffnen, arme Kleine. Gott gebe, daß dein Flügel ſtark genug ſein möge für den Flug, den du unternehmen ſollſt.
Ich unterbreche dieſen Brief, um das Billet zu


