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Die Taube : zwei Bändchen / von Alexandre Dumas. Aus d. Franz. von August Zoller
Entstehung
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2 es nicht wahrſcheinlich war, ich würde in dieſer Gegend, wohin ich zum erſten Mal kam, erkannt werden.

Die gute Aebtiſſin ſtellte mir ihre Kaſſe zur Ver⸗ fügung, doch ich dankte ihr; ich hatte in dem Augenblick, wo ich verwundet worden war, ungefähr zweihundert Louis d'or bei mir, die man in meiner Börſe wiederfand; ferner in Ringen und Spangen für etwa zehntauſend Livres Diamanten.

Ihr waret reich, wozu brauchte ich reich zu ſein!

Am Anfang des Januars verließ ich die Abtei voll Dankbarkeit für die Gaſtfreundſchaft, die man mir hier gegeben hatte; ach! ich wußte nicht, wie theuer mich dieſe Gaſtfreundſchaft zu ſtehen kommen ſollte.

Ich war achtundzwanzig Meilen von Narbonne ent⸗ fernt, und fühlte mich noch ſo ſchwach, daß wir uns zu kleinen Tagereiſen genöthigt ſahen. Ich übertrieb indeß vielleicht meine Schwäche, damit man mir weniger miß⸗ traute.

Am erſten Tag nahmen wir unſer Nachtlager in Willevinte; am zweiten in Barbeira; am dritten in Nar⸗ onne.

Schon am andern Morgen wurde ein Handel abge⸗ ſchloſſen, um mich nach Marſeille zu führen. Ich war ein bruſtkranker Prälat, dem man die Luft von Hyères oder von Nizza verordnet hatte.

Ich ruhte in Narbonne einen Tag aus und ſchiffte mich am andern Tag ein. Achtundzwanzig Stunden nach⸗ her befand ich mich mit Hülfe eines guten Windes in Marſeille.

Hier bezahlte ich meine Schiffer; ich entließ die zwei Diener der Aebtiſſin, die mich begleitet hatten, und wurde wieder vollkommen frei. 3

Sogleich accordirte ich, um mich im Wagen bis Avignon führen zu laſſen und ſodann auf der Rhone von Avignon nach Valence hinaufzufahren.

Da mich mein cavalierartiges Ausſehen verrathen