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kann, ein Land von Ebenen aus, ganz beſät mit Gruppen von Olivenbäumen, ganz durchfurcht von Bächen, in deren Mitte ſich, wie ein den Tribut ſeiner Unterthanen empfangender Fürſt, majeſtätiſch einer der größten Ströme entrollt, welche Frankreich bewäſſern.
Das Plauteau, das ich überſchaue, iſt von Süden nach Norden von den Bergen zur Ebene geneigt.
Es bietet drei verſchiedene Anblicke: am Morgen, am Mittag, am Abend. Am Morgen erhebt ſich die Sonne hinter der oͤſtlichen Hügelkette; zehn Minuten, ehe ſie erſcheint, ſehe ich einen roſigen Dunſt aufſteigen, der ſich langſam, aber ſiegreich des Himmels bemächtigt und noch mehr die ſchwarze Silhouette der Hügel verdüſtert, die aus die⸗ ſem Dunſt vortreten, welcher durch alle Zwiſchenfarben geht, vom lebhaften Roſa bis zum glänzenden Gelb, und es gleiten wie Lanzenſpitzen einige Vorläuferſtrahlen der Sonne herauf, indeß dieſe fortwährend hinter den Hügeln emporſteigt, deren Conturen ſich in ihren Strahlen zu vergolden anfangen. Bald ſchwimmt auf dem doppelten Gipfel, den der höchſte Kamm dieſer Kette bildet, etwas wie ein bewegliches Feuer, das ſich immer mehr ausbrei⸗ tet, bis das Geſtirn ſelbſt glänzend, funkelnd, rieſelnd von Flammen, der unausloͤſchliche Krater des göttlichen Vul⸗ cans, erſcheint.
Dann, waͤhrend die Sonne immer mehr am Himmel ſich erhebt, wird Alles auf der Erde zum Leben wieder⸗ geboren; die Spitzen der Pyrenäen gehen von einem matten Weiß zu den Reflexen der lebhafteſten Silberfarbe über; ihre Flanken beleuchten ſich allmälig und ſpielen ſich vom Schwarz zum Veilchenblau und vom Veilchen⸗ blau zum Hellblau hinüber. Wie eine Lichtüberſchwemmung, welche von den hohen Gipfeln herabſteigen würde, verbreitet ſich der Tag über die Ebene. Dann glänzen die Bäche wie Silberfäden, der Fluß krümmt ſich und wogt wie ein gemohrtes Band; die kleinen Vögel ſingen in den Lor⸗ beerroſenſträuchen, in den Granathecken, in den Myrten⸗


