Teil eines Werkes 
3. Th. (1848)
Entstehung
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den

Gruppe der Landleute, welche ſich aufgemacht hatten, die Gegend von den Brigands zu ſäubern, und die man bei dem Tumult nicht hatte kommen hören; ſie ſelbſt aber waren durch Aubry's Rufen auf eine falſche Fährte geleitet und erſt durch Bernardis Wuthſchrei auf den Kampfplatz gelockt worden. Bald war der ganze Platz von Bauern erfüllt, denen Bernard zurief:

Eine Dame iſt entführt! Man hat ſie da rechts in's Gebüſch geſchleppt! Rettet ſie, meine Freunde!

In der Angſt bat er nicht einmal ihn von ſeinen Feſſeln zu befreien, was indeſſen ein paar Landleute von ſelbſt thaten. Mit der rechten Hand die ſtark blutende Wunde ſeines linken Armes haltend, ſtürzte er nun vor⸗ wärts, um ſeine Charlotte den Klauen der Tiger zu entreißen. Nirgends war etwas von ihr zu ſehen. Zwar ſchien der Mond ein wenig durch zerriſſenes Gewölk, aber das Gebüſch war dicht und das noch nicht abge⸗ fallene breite Laub der Ahornbäume ließ auf dem Boden keine Spur erkennen. Er rief die Verſchwundene laut bei ihrem Namen. Unterdeſſen war Aubry, welcher die Wendung der Dinge gemerkt hatte, durch das kalte Waſ⸗ ſer des Canals zurückgewatet und ſteuerte eben auf die Gegend zu, aus welcher die ihm bekannte Stimme Ber⸗ nard's erſcholl, als er plöͤtzlich über etwas wegfiel