Teil eines Werkes 
3. Th. (1848)
Entstehung
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O dann, mein Herz, dann... biſt Du mein auf ewig?

Auf ewig! lispelte Charlotte, dem jungen Manne in die ausgebreiteten Arme ſinkend.

Mein, mein auf ewig! rief Bernard, das reizende Mädchen auf die ſchönen Lippen küſſend;welche Wonne liegt in dieſem Gedanken! Und keine Trennung mehr!

Dein auf ewig, mein Otto! ſagte Charlotte,

ſeine Küſſe herzlich erwiedernd;keine irdiſche Gewalt ſoll

uns mehr trennen!

Die beiden jungen Leute ſtanden vor einander mit verſchlungenen Armen und blickten einander in die blauen Augen. Ein unausſprechlich ſeliges Gefühl durchſtrömte ſte. Nur die höchſte Unſchuld der erſten Liebe kann ſolche Wonne erzeugen.

Ich ſehe mich wieder in Deinem Auge, mein Otto, wie einſt am Ufer des Genferſees, ſagte Charlotte holdſelig lächelnd.

O meine Charlotte, mein Herz, mein ganzes Weſen erfüllſt Du! erwiederte Bernard das Mädchen umſchlingend.

Iſt es denn wirklich wahr, begann Charlotte auf's neue;hat die Vorſehung uns wirklich ein ſo un⸗ ausſprechliches Glück beſchieden? Ach, die Zeiten ſind ſo

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