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genblick länger zu verweilen, ſtürzt er nach dem Gemach der Königin, öffnet die Thür und ruft den im Vorzimmer wachhabenden Damen Beauchamp und. Dulong zu: „Meine Damen, retten Sie die Königin! Man will ihr an’'s Leben! Meine Kameraden ſind aus ihrem Saale vertrieben worden. Ich ſtehe hier allein 2000 Tigern gegenüber!“ Eben als er die Thür wieder zumacht und ſich umdreht, erhält er einen Pikenſtoß, der ihn zu Boden ſtreckt, ohne ihn tödtlich zu verwunden, aber gleich dar⸗ auf ſchlägt ihn ein Bandit mit dem Flintenkolben auf den Kopf, ſo daß er ohne Bewußtſein in ſeinem Blute ſchwimmend liegen bleibt. Da ihn die Brigands für todt halten, ſo plündern ſie ihn und kehren nach dem großen Saale zurück. Als Miomandre wieder zu ſich kommt, bemerkt er nur 4 Perſonen an der Thür, nimmt alle Kräfte zuſammen, erhebt ſich und durchſchreitet den Saal des Königs, den der Garden und das Oeil⸗de⸗boeuf und hat das Glück ſeinen Mördern zu entkommen. Der Lärm war ſo abſcheulich, daß die Schildwache im Saale der Königin, der Herr de la Roque St. Virieu, es für die höchſte Zeit hielt der Königin ſchleu⸗ nige Flucht zu empfehlen. Er raffte 5— 6 ſeiner Kame⸗ raden im erſten Gemach zuſammen und drang mit ihnen bis an das Antichambre vor, das man nicht öffnen wollte,


