Teil eines Werkes 
2. Th. (1848)
Entstehung
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zeigte ſich auf der Wache der Nationalgarde. Mehrere Compagnien derſelben gehorchten auch ſogleich, aber die meiſten trugen Bedenken dem Befehl nachzukommen, weil ſie die Gardes du Corps noch auf dem Waffenplatze er⸗ blickten. Jetzt erhalten auch die Letztern Befehl zum Rückzuge. Da es aber dunkel geworden war, ſo mach⸗ ten ſie ſich durch Sabelhiebe Platz, ja einige ſchoſſen ihre Piſtolen ab, ſo daß drei Freiwillige verwundet wurden. Man ſchießt gleich darauf auch aus dem Volke auf die Garden und dieſe antworten nochmals mit Musketen⸗ ſchüſſen. Die Wuth des Volks ſteigt auf den höchſten Grad und ſelbſt die Beſonnenen können nicht umhin die Gardes du Corps als ihre Feinde zu betrachten.

Die Nationalgarde machte ſich ſchußfertig, denn ſie glaubte jeden Augenblick angegriffen zu werden, während auf der Wache Brod und ein Fäßchen Wein vertheilt wurde, obwohl das Wenige bei weitem nicht ausreichte. Da bringen Weiber und Pariſer Lanzenträger einen un⸗ glücklichen Garde du Corps geſchleppt(es war der Lud⸗ wigsritter Moucheton), dem man das Pferd unter dem Leibe erſchoſſen und ihn dann gefangen genommen hatte. Die Weiber wollten ihm durchaus den Kopf abſchlagen.

Der Gefangene rief:Mögt Ihr mich tödten! Aber ich

gehöre zu keinem Complott, habe auch dem Gaſtmahl