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rings umher an den Wänden befanden. Nun nahte ſich ihm ein Unbekannter, welcher von dem Eingeſchüchterten durch allerhand verfängliche Fragen die Angabe von Mit⸗ ſchuldigen, von neuen Opfern herauszulocken ſuchte. Gleich darauf ging der Gouverneur mit ſeinem Gefangenen in die Oublietten. Dieſes Zimmer hatte nichts Schreckliches, nichts Unheimliches. Es war von 50 Wachskerzen er⸗ leuchtet und mit Wohlgerüchen erfüllt. Beide Männer ließen ſich nieder und ſprachen mit einander über die Verhaftung des Gefangenen oder einen andern wichtigen Gegenſtand. Wenn ſie aber mitten in der beſten Unter⸗ haltung waren, ſank das Opfer des Despotismus mit ſeinem Stuhle durch eine Fallthür auf ein dicht mit Raſtrmeſſern beſetztes Rad, welches ſo lange herumgedreht wurde, bis der ganze Körper des Unglücklichen zerfetzt war...“
„Mein Herr Herzog,“ unterbrach hier ein junger Na⸗ tionalgardiſt, welcher mit ſeinem noch jugendlichern Ka⸗ meraden ein Weilchen zugehört hatte,„ich habe Ihnen eine wichtige Mittheilung zu machen!“
„Nun?“ ſagte Herzog Philipp.
„Ich bin im Beſitz eines Documents, deſſen Bekannt⸗ machung ich für meine Pflicht halte. Ich habe es be⸗ reits...
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