Teil eines Werkes 
1. Th. (1848)
Entstehung
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beſtimmtes mit immer neuem Schrecken drohendes Unglück feſſelt uns rettungslos an den Schmerz.

Zu dieſem nagenden Seelenſchmerz kamen die Leiden des Hungers und der Kälte. Täglich ein Pfund Brod, zuweilen eine Flaſche ſchlechten faſt ungenießbaren Wein,

eine ſaft⸗ und kraftloſe Suppe und ein Viertelpfund Fleiſch,

das war es was ich im Schloß der Baſtille bekam, wel⸗ ches treffender ein Schloß des Hungers heißen könnte. Auch in der ſtrengſten Kälte bekam ich nicht mehr als ſechs Stückchen Holz zum Erwärmen meines eiſigen Ker⸗ kers. Wenn ich mich beim Gouverneur darüber beklagte, ſo ſagte er:Das iſt nicht in der Regel, aber es wurde auch nicht anders...

Und doch, fiel hier der Herzog von Orleans dem Sprecher in's Wort, ndoch bezahlte der König dieſen Kerkermeiſter ſehr honett, ganz abgeſehen von dem Ge⸗ winn, welchen dieſer aus der Vermiethung der trocknen Gräben und der Kramläden an der Baſtille zog. Wenn er nun die Gefangenen ſo abſpeiſ'te, wie wir da hören, was mußte ihm dann erſt übrig bleiben? Für Tafel, Wäͤſche, Licht und Holz der Gefangenen war ein beſtimm⸗ ter Tarif gemacht: Ein Prinz von Geblüt durfte täglich 50 Liyres koſten, ein Marſchall von Frankreich 36, ein General⸗Lieutenant 24, ein Parlamentsrath 15, ein ge⸗