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„Ich nehme von Ihnen nicht Abſchied; wir werden
uns heute Abend im Conſeil ſehen.“ te Dann unterhielt er ſich mit dem Erzbiſchof von Bor⸗ ſe 4 deaux und andern Gäſten, als ob nichts paſſirt wäre. Nachmittags gegen 5 Uhr ſagte er ganz laut zu ſeiner zo Gemahlin: la „Liebe Frau, der Kopf iſt mir etwas eingenommen; ül wollten Sie wohl eine kleine Spazierfahrt mit mir da machen?“ B, Die Familie ſtieg in den Wagen und fuhr weiter als. Ar Madame Necker vermuthet hatte. Eine Stunde über ba Verſailles draußen befahl der Ex⸗Miniſter ſeinem Kut⸗ ab ſcher raſch nach St. Ouen zu fahren, wo er ein Land⸗ ric haus hatte. Hier traf er während der Nacht die nöthi⸗ gen Anſtalten zur Abreiſe und am andern Morgen frühr eri um 6 Uhr rollte der Wagen auf der Straße nach Brüſſel M vorwärts. Es war der kürzeſte Weg nach der Grenze. ſch Erſt in dieſem Augenblicke benachrichtigte er ſeine Toch⸗ zu ter die Frau von Staöl nebſt ihrem Gatten von dem rol Entſchluß des Königs.— Tre „Ah,“ ſagte die geiſtreiche Frau von Staöl,„wie geſ ein Verbrecher ſollen Sie ein Reich fliehen, dem Sie alle Ihre Ruhe, Ihre Kräfte, Ihr Vermögen und einen ſo hor ſchönen Theil Ihres Lebens geopfert haben!“ dem


