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El Salteador : Mantel- und Degenroman / von Alexander Dumas. Aus d. Franz. von August Zoller
Entstehung
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ten die Hinrichtung eines Edelmanns, eines Rico hom⸗ bre und Chriſten ſehen.

In dem Momente, wo die Thürme der Vela die neunte Morgenſtunde verkündigten, öffneten ſich die

Thore der Alhambra; Wachen bildeten das Spalier, drängten die Menge zurück und zwangen ſie, einen Kreis um das Schaffot zu bilden.

Daun erſchien König Don Carlos; er ließ durch ſein blinzelndes Augenlid einen unruhigen Blick rings umherlaufen. Man hätte glauben ſollen, er ſuche mit den Augen und aus Gewohnheit einen ſeit langer Zeit

erwarteten Boten.

Da der Bote nicht kam, ſo nahm der königliche Blick ſeine gewöhnliche Schweigſamkeit wieder au.

In der Nähe des Königs ging ein verſchleiertes Mädchen; man vermochte ſein Geſicht wegen des Schleiers, der es bedeckte, nicht zu erkennen; doch aus

ſeiner reichen und zugleich ſtrengen Tracht ließ ſich er⸗ rathen, daß es der Adelsklaſſe angehörte.

Don Carlos ging durch die Menge und blieb erſt ein paar Schritte vom Schaffot ſtehen.

Ft Hinter ihm erſchienen der Großjuſticiar und Dona or.

Dona Flor ſtützte ſich auf den Arm ihres Vaters.

Als ſie das Schaffot erblickten, hielten Beide an,

und man hätte nicht ſagen können, wer bleicher wurde,

der Vater oder die Tochter.

Der König wandte ſich um, um zu ſehen, ob ihm ſein Großjuſticiar folgte, und als er bemerkte, daß die⸗ ſer, ſeine ohnmächtige Tochter unterſtützend und ſelbſt einer Ohnmacht nahe, angehalten hatte, ließ er ihm durch einen Beamten ſeines Hauſes ſagen, er möge ſich ihm anſchließen.

Zu gleicher Zeit drangen von der entgegengeſetz⸗ ten Seite zwei Perſonen durch die Menge: das waren Don Ruiz und Dona Mercedes.