Druckschrift 
El Salteador : Mantel- und Degenroman / von Alexander Dumas. Aus d. Franz. von August Zoller
Entstehung
Einzelbild herunterladen

78

ich nicht weiß, warum ich mich ſchlage,““ ſagte ich

zu ihm.

„Er zog aus ſeiner Taſche ein Päckchen Papiere.

„„Kennt Ihr dieſe Papiere?““ fragte er mich.

„Ich ſchauerte.

„„Werft ſie auf den Boden, und ich werde ſie auf⸗ heben.““

„Er warf die Briefe auf die Erde.

„Ich hob ſie auf und las ſie: ſie waren von mir.

„Es ließ ſich nichts leugnen... ich war in der Gewalt eines beleidigten Bruders.

„„Oh! wehe!““ rief ich,„wehe dem Manne, der wahnſinnig genug, um die Geheimniſſe ſeines Herzens und die Ehre einer Frau dem Papiere anzuvertrauen! Das iſt ein Pfeil in die Lüfte geſchoſſen; man weiß, von wo er ausgeht, man weiß aber nicht, wohin er fällt, noch wen er treffen kann!““

„„Habt Ihr die Briefe erkannt, Don Fernando?““

„„Sie ſind von meiner Hand, Don Alvar.““

„„Zieht alſo Euren Degen, damit Einer von uns todt hier bei der todten Ehre meiner Schweſter bleibt.““

„„Es thut mir leid, daß Ihr die Sache ſo ge⸗ nommen, Don Alvar, und durch Eure Drohung den Vorſchlag, den ich Euch vielleicht zu thun hatte, un⸗ möglich gemacht habt.““.

„„Oh! Feiger, der, wenn er den Bruder mit dem Degen in der Hand ſieht, die Schweſter, die er entehrt hat, zu heirathen ſich anbietet!““

„„Ihr wißt, daß ich kein Feiger bin, Don Alvar;

überdies, wenn Ihr es nicht wißt, werde ich Euch davon

unterrichten... Hört mich alſo an.““— „„Den Degen in die Hand... Wo das Eiſen ſprechen ſoll, muß die Zunge ſchweigen!““ „„Ich liebe Eure Schweſter, Don Alvar, Eure