Druckschrift 
El Salteador : Mantel- und Degenroman / von Alexander Dumas. Aus d. Franz. von August Zoller
Entstehung
Einzelbild herunterladen

„Wohl! es ſei,“ ſagte Dona Flor,„wenn es ſich

darum handelt, Löſegeld zu bezahlen: man wird es be⸗ zahlen. Beſtimmt es dem eines Fürſten gleich, und es wird Euch nicht fehlen.“ 7„Bei San Jago! wir rechneten hierauf, ſchönes Kind! Darum wünſchen wir, der würdige Herr, Euer Vater, möchte ſich ein wenig beſänftigen! Was Teu⸗ fels! Geſchäfte ſind Geſchäfte! man beendigt ſie, wenn man die Dinge erörtert, man bringt ſie in Verwirrung, wenn man ſich ſchlägt. Und ſeht Ihr, Euer Vater bringt ſie abermals in Verwirrung.“

Don Inigo hatte in der That einen neuen Ver⸗ theidigungsverſuch gemacht und mit dem Stumpfe ſei⸗ nes Degens, den man ſeiner Hand nicht zu entreißen vermochte, da er ihn wie in einem eiſernen Schraub⸗ ſtocke feſthielt, einen von den Banditen im Geſichte verwundet.

„Leib Chriſti!“ rief derjenige, welcher dem Greiſe das Meſſer an die Kehle geſetzt hatte,„noch einen wei⸗ tern Verſuch, und Ihr werdet mit Gott, und nicht mit uns, über Euer Löſegeld zu verhandeln haben, mein Edelmann!“

„Mein Vater!“ rief Dona Flor erſchrocken, indem ſie einen Schritt vorwärts machte.

„Ja,“ rief einer von den Banditen,„höret auf die ſchöne junge Dame; ſie ſpricht goldene Worte, und ihr Mund iſt wie der jener arabiſchen Prinzeſſin, welcher ſich nur öffnete, um eine Perle oder einen Diamant bei jedem Worte, das ſie ſagte, fallen zu laſſen... Verhaltet Euch ruhig, mein wackerer Mann; verpfändet Eure Ehre, daß Ihr nicht zu entfliehen ſuchen wollt, gebt einen Geleitsbrief unſerem würdigen Freunde dem Hoſtalero, damit er nach Malaga gehen kann, ohne daß er etwas von der Behörde zu befürchten hat; dort wird ihm Euer Intendant tauſend, zweitauſend, drei⸗ tauſend Kronen zuſtellen,— nach Eurer Großmuth,